Ableitung
Da gutes Design quantitativ nicht messbar ist, hat Dieter Rams in den frühen 80er Jahren die 10 Thesen für gutes Design aufgestellt.
Einige dieser Thesen lassen sich auch auf die Entwicklung digitaler Produkte ableiten, als Grundlage für meine Arbeit dienen mir die folgenden 6 Thesen:
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Gutes Design ist innovativ.
Die technologische Entwicklung des Internets bietet immer wieder neue innovative Wege für die Entwicklung digitaler Produkte. Das Ziel ist es durch den Einsatz neuer Technologien, wie z.B. HTML5 den Gebrauchswert eines Interfaces zu steigern.
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Gutes Design macht ein Produkt brauchbar.
Die Primärfunktionen eines Produkts müssen brauchbar sein, darüber hinaus erfüllt ein gutes Design aber auch ästhetische und psychologische Funktionen.
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Gutes Design ist ästhetisch.
Die ästhetische Qualität eines Produktes ist integraler Aspekt seiner Brauchbarkeit. Jaron & Thielsch (2009) evaluierten, dass beim ersten Aufruf einer Webseite, 47% die Ästhetik als wichtigste Dimension empfanden, gefolgt von den zwei weiteren Dimensionen Usability und Inhalt.
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Gutes Design macht ein Produkt verständlich.
Ein Interface wird bestimmt durch den Umgang und die Anordnung, der darin vorhandenen visuellen Elemente. Diese gestalterischen Elemente kommunizieren dem Anwender Informationen und geben Auskunft über Möglichkeiten der Interaktion.
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Gutes Design ist konsequent bis ins letzte Detail.
Entscheidend bei der Konzeption eines User Interfaces, ist die Erstellung eines Gestaltungsrasters. Ein Gestaltungsraster ist Basis für ein visuell und inhaltlich ausgewogenes Erscheinungsbild.
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Gutes Design ist so wenig Design wie möglich.
Zurück zum Puren, zum Einfachen! Auch diese These lässt sich problemlos auf die Gestaltung digitaler Produkte ableiten. Das Ziel sollte der Fokus auf das Wesentliche sein und somit einen User-Centered-Design Ansatz unterstützen.